Selbsthilfegruppe Asthma & Allergie Kronberg im Taunus e.V.

Was die Lunge Krank macht

Was die Lunge krank macht.
(Aus "Liga Journal" der Deutschen Atemwegsliga.www.atemwegsliga.de

Rauchen, Abgase, Pollen, Staub und Viren: Täglich atmen wir mit der Atemluft krank machende Stoffe ein und er öfter wird unsere Lunge krank. Doch wer die Risikofaktoren kennt, kann zumindest versuchen, Gefahren für die Lunge abzuwenden. 
Die Lunge ist neben dem Herz ein wahres Kraftwerk im menschlichen Körper. Jeden Tag bewegt sich die Lunge 20 000 Mal, pro Atemzug atmet ein Erwachsener ungefähr einen halben Liter Luft ein und wieder aus und versorgt so den Körper mit dem lebenswichtigen Sauerstoff. Der aber macht nur 20 % der eingeatmeten Luft aus. Fatalerweise atmen wir neben dem Sauerstoff auch noch Staub, Rauch, Giftstoffe, Viren und Bakterien ein, was im Prinzip nicht schlimm ist, denn normalerweise ist unser Körper in der Lage sich davor zu schützen. Unter bestimmten Bedingungen wie bei einer zu hohen Schadstoffmenge, funktioniert dieses körpereigene Abwehrsystem nicht mehr richtig und es entstehen Krankheiten wie z. B. Lungenkrebs, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder Asthma, die heute teilweise sogar zu den „Volkskrankheiten" zählen.
Krankmacher Nummer Eins: Rauchen
Jahr für Jahr sterben in Deutschland 36 000 Menschen an den Folgen eines bösartigen Tumors in der Lunge (Lungenkarzinom). In 85 Prozent der Fälle wird der Tumor durch das Rauchen verursacht. Das Nikotin im Zigarettenrauch ist hinlänglich als möglicher Auslöser für Lungenkrebs bekannt. Tatsächlich enthält der Zigarettenrauch jedoch mehr als 4.000 Chemikalien, von denen viele Irritationen, wenn nicht sogar Schäden an den Atemwegen hervorrufen können. Für rund 60 Inhaltsstoffe des Zigarettenrauchs sind Krebs fördernde Eigenschaften wahrscheinlich oder nachgewiesen worden. Und der Raucher schädigt nicht nur die eigene Gesundheit. Tatsache ist, dass Menschen, die selbst noch nie eine Zigarette in der Hand gehabt haben, durch den Tabakqualm anderer ernsthaft erkranken können. Auch Passivrauchen kann zu Lungenerkrankungen führen.
Chronische Bronchitis wird zur Volkskrankheit 
Auch für die COPD gilt das Rauchen als Hauptursache. Die „chronische Bronchitis" wie die Erkrankung umgangssprachlich genannt wird, hat in den letzten Jahren dramatisch in der Bevölkerung zugenommen. Schätzungsweise fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden heute unter der COPD. Der Schlagersänger Roland Kaiser bekannte sich vor zwei Jahren öffentlich zu seiner Erkrankung.
Hauptsymptom der COPD ist eine durch das Rauchen ausgelöste, chronische Entzündung der Atemwege. Diese Entzündung führt zu einer dauerhaften
Verengung der Atemwege, die Obstruktion genannt wird. Das Problem ist: Diese Verengung kann nicht rückgängig gemacht werden. Im Gegenteil: die Erkrankung schreitet stetig weiter fort und führt zu Symptomen im gesamten Organismus. COPD führt nicht nur zu einer Einschränkung der Lungenfunktion, sondern hat auch Auswirkungen auf Herz und Kreislauf, Skelettmuskulatur, Knochen, Psyche und Stoffwechsel. Umso wichtiger sind die frühe Diagnosestellung, der Rauchstopp und eine gezielte Therapie, damit das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten wird.
 

 
Extrem bösartig - Lungenkrebs
Ein Lungentumor im Frühstadium ist nahezu symptomlos und die Beschwerden, die er im Verlauf macht, gleichen oft denen einer chronischen Bronchitis (häufige Hustenanfälle mit oder ohne Auswurf, Atemnot bei Belastung). Daher werden viele Tumore eher zufällig entdeckt. Trotzdem kann heute mit der richtigen Behandlung ein erheblicher Teil der Lungenkrebspatienten
 
geheilt werden. Welche Behandlung oder welche Kombination aus Therapien für den einzelnen Patienten die Richtige ist - ob eine Operation, bei der versucht wird, möglichst viel gesundes Lungengewebe zu erhalten, eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung - hängt vom Tumortyp und seiner Ausbreitung ab.

 
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